Kategorie: GARTEN

BRENNESSELJAUCHE

Sie ist ökologisch, umsonst und äußerst effizient: die Brennesseljauche.
Besonders stark zehrende Gemüsepflanzen wie beispielsweise Tomaten, profitieren von der natürlichen Düngung und keine Sorge – obwohl sie wirklich stinkt, geht nichts auf das Gemüse über. Selbst im Garten ist der “Duft” in kurzer Zeit wieder verflogen und nicht mit der Mistdüngung gleichzusetzen.

Brennesseljauche ansetzen:

Was man braucht:

  • Man sagt so 1 Kilo Brennesseln auf 10 Kilo Wasser. Ich persönlich mache es nach Gefühl.
  • Ein dunkler Eimer mit Deckel ist ideal Gärprozess und sorgt dafür, dass der Geruch nicht die halbe Nachbarschaft belästigt. Es sollte allerdings wegen den chemischen Prozessen beim Gären kein Metallgefäß sein!

So geht’s:

  • Die geernteten, ungespritzten Brennesseln im Eimer schichten und mit Wasser (zum Beispiel Regenwasser) aufgießen.
  • Das angesetzte Gebräu vorzugsweise etwas abseits in die Sonne stellen und abdecken
  • Jeden Tag gut umrühren
  • Je nach Wetterlage ist die Jauche in 10-14 Tagen einsatzbereit. Die fertige Jauche erkennt ihr zum einen an der dunklen Farbe und zum anderen, dass keine Blasen mehr aufsteigen.

 

Verwendung im Garten

Wie oben beschrieben, könnt ihr damit den kompletten Gemüsegarten oder eure Rosengewächse düngen. Dazu nehmt ihr etwa einen halben bis ganzen Liter auf eine Gießkanne (10 Liter). Setzlinge und junge Pflanzen vertragen eher weniger Düngung.

Gießt den Garten vorzugsweise morgens und bei niedriger Sonneneinstrahlung um die Blätter nicht zu verbrennen.

Um Schädlinge wie Läuse abzuwehren, benötigt ihr einen Brennesselsud. Das bedeutet ihr setzt wie oben Brennesseln und Wasser an, lasst diese aber nicht gären, sondern lediglich  24 Stunden ziehen. Das Ganze füllt ihr in eine Sprühflasche und besprüht die befallenen Pflanzen, solange es nötig ist.

 

Verboten in Frankreich

Bei einer Strafe von 75.000 €, gibt es in Frankreich ein Anwendungs- und ein Weitergabeverbot von den heilenden und wirkungsvollen Informationen der Brennessel. Das heißt ein düngen und gießen mit Brennesseljauche ist verboten, die Ausbringung von chemischen Substanzen ist jedoch zulässig.

Es gibt Stimmen, die besagen, eine private Anwendung sei seit  2011 wieder erlaubt, eine gewerbliche allerdings nicht, da das natürliche Düngungsmittel nicht zugelassen sei. Manche Informationen, die ich dazu finden konnte, widersprechen sich, daher belasse ich es mal bei einem Fragezeichen, was den aktuellen Stand der Dinge anbelangt.