EIGENVERANTWORTLICH HEILEN

Ich selbst, wie auch mein Freund, leiden an Autoimmunerkrankungen. Darüber hinaus kenne ich einige, die sich mit chronischen Erkrankungen plagen. Unsere Gemeinsamkeit war bzw. ist die Einnahme von nicht ganz ungefährlichen Medikamenten. Beispielsweise war meine Basistherapie ein Produkt aus der Krebstherapie und einer kleinen Chemo gleichzusetzen. Verträgt man das Eine nicht oder erzielt es nicht den gewünschten Erfolg, gibt es natürlich weitere wilde Cocktails.

Das Fatale an Medikamenten für chronische Leiden: Nichts heilt. Es werden nur Symptome unterdrückt und die Krankheit am Fortschreiten gehindert. Was das aber langfristig für den Körper bedeutet und welche neuen Probleme sich daraus ergeben, übersehen Arzt und Patienten, im Hinblick der schnellen Besserung, gerne. Nach ein paar nicht zufrieden stellenden Erlebnissen während meiner Krankheitsgeschichte, nahm ich die Sache in die eigene Hand und informierte mich über Alternativen.

Bald stolperte ich über Weihrauch. Forschungsinstitute bestätigen die positive Wirkung der Boswelliasäure auf entzündliche Erkrankungen. Aber, und wen wundert es, der Wirkstoff ist in Deutschland natürlich nicht als Medikament anerkannt und zugelassen, aber zumindest als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
Je mehr ich in die Materie eintauchte, desto mehr lernte ich über die ganzheitliche Betrachtung des Körpers und kam so zum Ayurveda was übersetzt „das Wissen vom Leben“ bedeutet, und sich hauptsächlich auf die Anwendung von Gewürzen und Kräutern in Verbindung mit einer harmonischen Lebensführung stützt.

Ich setzte meine Medikamententherapie (bis heute) erfolgreich ab.

Wie man uns am Gesunden hindert

Vor einem halben Jahr war ich bei einem Arzneimittelvortrag eines Facharztes und wurde Zeuge, mit welcher Masche Ärzte ihre teuren Pillen verkaufen.

Ein paar Patienten hofften auf Alternativen zu den aggressiven Medikamenten, wurden aber mit Schilderungen von Horrorszenarien konfrontiert, was alles passieren würde, wenn sie dies und jenes nicht (mehr) nehmen würden. Immer wieder wurde betont, wie teuer das einzelne Medikament wäre, um so den Wert zu unterstreichen und vielleicht auch das Gefühl zu wecken, was der einzelne Mensch dem Gesundheitssystem wert sei. Sowas mag dem ein oder anderen schmeicheln oder einfach nur Vertrauen wecken, nach dem Motto: was so viel kostet, das muss auch was können.
Aber wie eine Autoimmunerkrankung entsteht und was sie genau ist, konnte auch der Fachmann nicht zufriedenstellend beantworten. Muss er auch nicht, denn es ist nicht im Interesse der Schulmedizin Krankheiten zu heilen, sondern einfach nur die Symptome zu lindern. Das bringt Geld und den ein oder anderen netten Abend mit der Pharmavertreterin inklusive.

Was zurückbleibt sind verschüchterte Patienten. Der eine mag über die Nebenwirkungen schimpfen, der andere hat bereits irgendwelche Globuli ausprobiert, aber dann doch nicht den Erfolg gehabt, und alle sind sich wieder einig: der Arzt hat recht, was will man machen…

Natürlich haben Ärzte ihre Daseinsberechtigung. Ich selbst nehme das Angebot in Anspruch und spätestens bei einem Blinddarmdurchbruch, einem gebrochenen Bein oder einem Loch im Zahn geht es nicht ohne.
Aber muss jeder Erkältung mit einem Paracetamol-Koffein Cocktail begegnet werden, jede Entzündung sofort mit Cortison behandelt werden? Oder kann es nicht sein, dass ein Griff ins Gewürzregal nicht auch schon helfen würde? Ingwer gegen Migräne, Kurkuma für die Leber und ein bisschen Vertrauen in die Selbstheilungskräfte unseres komplexen Organismus.
Muss ich alles hinnehmen, was mein Arzt mir rät oder kann ich ihn nicht auch mal als Berater sehen und selbst entscheiden, was ich nehmen möchte? Natürlich vorausgesetzt, ich weiß um das Krankheitsbild Bescheid, verfüge über Wissen und habe Interesse an alternativen Ideen – kurz: ich trage Verantwortung für mich selbst.

Wann haben wir aufgehört den naturgegebenen Heilmitteln zu vertrauen?

„Für alles ist ein Kraut gewachsen“

Es ist ein Trugschluss zu glauben, die Menschen in frühester Zeit wären nicht alt geworden. Druiden gaben ihr Wissen erst nach 20-jähriger Unterweisung weiter, alte Meister in Indien prüften ihre Schüler ebenso viele Jahre, bis ein Rezept den Besitzer wechselte. Und Hildegard von Bingen wurde 81 Jahre alt. Könige unterhielten mindestens einen Kräuterkundigen, der nur dafür da war, die Gewürze in der Küche wirksam zusammenzustellen. Zu der Zeit als die Pest wütete, gab es Rezepte, die desinfizierend wirkten. Das Wissen war also da und wurde genutzt.

Im Zeitalter der Inquisition kippte das Verhältnis zur Pflanzenheilkunde. Jeder der damit zu schaffen hatte wurde entweder geköpft oder auf dem Scheiterhaufen mitsamt den Büchern verbrannt. Viele „Kräuterfrauen“ traten aus Angst in Klöster ein und konnten so wenigstens einen Teil des Wissens retten; doch in der breiten Bevölkerung waren die einst so wichtigen Zutaten verpönt, sodass selbst Speisen nicht mehr gewürzt wurden.

Wissen ging verloren oder hatte den fahlen Beigeschmack von Hexenzauber und Esoterik – teilweise bis heute. Es ist an der Zeit dieses Wissen wieder neu zu entdecken. Wenn uns bewusst wird, welche Heilkraft in dem kleinen Pflänzchen am Wegesrand steckt, ändert das vielleicht auch den Blick auf die Welt und auf sich selbst, als Teil davon.

Ich bin keine Heilerin und möchte folgend auch nicht als solche verstanden werden. Ich kann und werde nicht sagen nimm dieses Kraut und dann ist alles wieder gut. Aber ich möchte darauf aufmerksam machen, dass wir alle Selbstverantwortung für uns und unsere Gesundheit tragen und es nicht nur den einen, vordiktierten Weg der Pharmaindustrie und ihren Marionetten gibt. Wir haben immer eine Wahl, und Mutter Natur hat uns eine Reihe von Möglichkeiten geschenkt. Was der Einzelne daraus macht, ist jedem selbst überlassen.

Aber frage dich mal, was wäre wenn…. und dann probiere es aus.

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