FRAUEN, WAS IST DENN LOS MIT EUCH?

Für Frauen ist es nicht immer einfach, sich zu ihrer Weiblichkeit zu bekennen. Gerade in der heutigen Zeit beobachte ich immer mehr, dass alles dafür getan wird, dass Frauen sich nicht mehr als solche fühlen dürfen, sollen oder wollen.

Ich spreche hier nicht nur über Äußerlichkeiten, denn Sex haben wir auf allen Kanälen genug, ich spreche hier von dem „sich Annehmen“ und dem „sich bewusst machen, was Frau-Sein bedeutet“.

DIE OPFERROLLEN

Ich glaube Donald Trumps kleines Geplänkel unter Männern war der letzte Vorfall, wegen dem mal wieder ein Schrei durch die Reihen ging: sexistisch, frauenfeindlich, widerlich. Tausende weibliche und männliche Feministen organisierten sich kürzlich erst zum #womensmarch.

 

Jetzt mal ehrlich, wer von euch noch nie anzüglich über das andere Geschlecht geredet hat, darf den ersten Stein werfen. Und umgekehrt ist es doch regelrecht gesellschaftsfähig, Männer als Schweine zu titulieren. Wenn schon Gleichberechtigung, dann aber für alle.
Bleiben wir bei der US-Wahl: ich möchte hier einen Radiobericht nach Trumps Sieg frei zitieren: „ …feindlich eingestellt gegenüber Minderheiten wie Immigranten, Behinderten, Homosexuellen und Frauen.“
Ganz ehrlich, ich habe mich niemals als Minderheit gesehen – weder im Berufsleben noch gesellschaftlich. Ich verstehe auch nicht, woher dieses Bild im 21. Jahrhundert noch kommt. Warum sehen sich die Frauen immer noch in der Opferrolle?

Ich rede hier nicht von den wirklich unterdrückten Frauen in entsprechenden Kulturkreisen, dass das unterirdisch ist, müssen wir nicht diskutieren, sondern ganz explizit von den Frauen hier in der westlichen Welt.

 

Es gab eine Zeit, da war das mit der Gleichberechtigung nicht weit her – danken wir unseren Vorfahrinnen dafür, dass wir heute eine Stimme haben, dass wir alle Berufe ausüben können (ob wir das müssen ist eine andere Frage) und dass wir eine Wahl haben, wie wir unser Leben führen möchten.
Das was erreicht wurde ist so groß, und es ist eine Schande dass es immer noch Frauen gibt, die „Mimimi“ machen, die hin stehen und Ampelweibchen und Frauenquoten fordern – egal ob qualifiziert oder nicht. Was soll das?

 

Oder liegt der Hund ganz woanders begraben?

 

DIE FEHLENDE WEIBLICHKEIT

Kürzlich kam mir der Gedanke, dass die Frau – und neuerdings gilt das auch für Männer – keine Möglichkeit hat, bzw. haben soll, sich in ihrem Geschlecht zu festigen. Stichwort „Gender“.

Vielleicht ist der Druck zu groß, die Frau wirbelt wie wild herum und sucht ihre Rolle. Im Grunde ist es doch die weibliche Aufgabe zu gebären, zu sorgen und zu heilen. Aber es wird uns Glauben gemacht, wir müssen Karriere machen, das Kind in die Kita bringen und wenn wir krank sind, gibt es zig Präparate, die mit Heilen nicht mehr viel zu tun haben. Also kein Platz für die weiblichen Qualitäten.

Wir versuchen uns in typischen Männerberufen, denken analytisch und tragen Waffen an der Front; und gleichzeitig werfen wir mit unserer Sexualität um uns und degradieren uns selbst zu einem kranken Lustobjekt (z.B. Madonna, Miley Cyrus).
Im Kindergarten findet eine Frühsexualisierung statt, die die Kinder total abstumpft und offensiv darf sich jeder sein Geschlecht aussuchen: „Heute bin ich Mädchen, morgen Junge und übermorgen ein Einhorn“ und das alles ist vollkommen in Ordnung! Wie muss sich das Einhorn bloß fühlen, wenn seine Brüste wachsen und es seine Periode bekommt?

Es passiert die totale Verwirrung. Die Möglichkeit, uns unserer weiblichen Qualitäten bewusst zu werden und was tief in uns steckt, wird uns genommen. Das daraus eine vollkommene Unzufriedenheit resultiert ist doch nur logisch.

Es bleibt nur die Frage, wie es Frauen wieder schaffen, sich wohl in ihrer Haut zu fühlen und ihren Platz in dieser Welt zu finden. Ich befürchte das Schlimmste und hoffe auf alle Nicht-Feministen, die ihren Mädchen eine gesunde Einstellung zu ihrem Geschlecht weitergeben.

 

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