VEGAN 1 – WARUM?

VEGANE ERNÄHRUNG- DAS EXPERIMENT

 

Wir stellten uns mal wieder die Frage, wenn man alleine nicht das große Ganze ändern kann, was können wir im Kleinen tun, um nicht bei allem, was uns sauer aufstößt, mitspielen zu müssen. Daraus entstand die Idee, vier Wochen lang ein Experiment zu starten: Vegan vs. Omnivore

Ich teile in vier Kapiteln meine vegane Erfahrung mit euch.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Ghandi

Dieser Blog soll sich ja nicht nur mit dem Aufzeigen von Problemen beschäftigen, sondern auch Impulse für Lösungen bieten. Obwohl ich als Vegetarier schon länger versuche mit meinem Verzicht auf Fleisch und Wurst nicht nur meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, sondern, wenn auch nur still, gegen die furchtbare Haltung und Schlachtung von Tieren zu protestieren, war der letztendliche Schritt zum Veganismus bisher trotzdem schwer vorstellbar für mich.

Und doch hatte ich das Gefühl, bisher nur oberflächlich zu agieren – quasi gegen mein schlechtes Gewissen: immerhin muss für mich kein Tier sein Leben lassen. Blickt man aber mal in die Ställe, muss man erkennen, dass für Milch und Ei das produzierende Tier zwar leben darf – aber artgerechte Haltung? Fehlanzeige. Ganz zu schweigen von dem massiven Einsatz von Medikamenten gegen entzündete, überdehnte Euter und andere Krankheiten und den vielen vergasten oder geschredderten Küken.
Macht man sich das bewusst, darf die Frage erlaubt sein: „Schmeckt’s noch?“

 

Ich betrachte dies auf zwei Ebenen.

  1. Was füge ich mir zu?
  2. Was füge ich der Umwelt zu?

 

 

Was füge ich mir zu?

Milch in Maßen ist gesund – wenn sie von gehörnten, freilaufenden Muttertieren mit vernünftiger Ernährung kommt. Und doch sind wir das einzige Lebewesen, das noch im Erwachsenenalter fremde Babynahrung zu sich nimmt… Nach längerer Überlegung stellt sich dann aber doch die Frage, ob wir Menschen Milch, die für Wiederkäuer mit 4 Mägen gedacht ist, wirklich vertragen und verstoffwechseln können.

Trotzdem, in Fleisch, im Ei und in der Milch sind wichtige Vitamine und Mineralstoffe – zumindest in den „besseren“ Produkten. Aber mit ein bisschen Wissen bekommt man ausreichend gutes und wertvolles Protein, Fett, Kalzium etc. auch aus rein pflanzlichen Quellen.

 

Bestimmt hat jeder schon mal den Satz „Du bist, was du isst“ gehört. Das, was wir mit der Nahrung zu uns nehmen, speichert unser Körper. Und natürlich nehmen wir auch das zu uns, was unser Essen aufgenommen hat. Ich denke da nicht nur an die Medikamente. Ich denke da auch an den Stress, den das Tier erleben muss bzw. musste und die entsprechenden Hormone und Informationen, die damit in die Milch oder in das Fleisch gelangen. Allerdings gilt dies auch für Rückstände von Pestiziden und Herbiziden, die wir mit pflanzlicher Nahrung zu uns nehmen.

Und dann sind da noch die vielen Fälle, in denen schwerkranke Menschen sich selbst durch eine vegane, zum Teil auch mit rohkostlicher, und damit basischer Ernährung, heilen konnten oder zumindest ihren Genesungsprozess immens voranbrachten.

 

 

Was füge ich der Umwelt zu?

Ich möchte hier keinen Aufsatz schreiben, das Internet bietet genügend Seiten, die sich ausschließlich diesem Thema widmen. Hier nur ein paar Punkte, die zum Weiterdenken anregen sollen:

    • Keine Kuh gibt Milch ohne zuvor gekalbt zu haben und wird daher ab zwei Jahren regelmäßig zwangsgeschwängert. Die Kälber werden nach 3 Tagen von der Mutterkuh getrennt – auch bei Demeter.
    • Das ursprüngliche Huhn hat im Jahr 3x ein bis zwei Eier gelegt – heute legt jedes Huhn etwa ein Ei pro Tag
    • Eine Kuh frisst sehr gerne frisches Gras, kein Soja- oder gar Fischmehl. Ein Huhn pickt sehr gerne Würmer und kein Sojamehl, usw.
    • Nutztiere werden gezüchtet um zu sterben. So gemein das klingt, aber mit Blick auf die Haltung darf man die Rinder, Schweine und das Geflügel in dem Fall wohl fast zum kurzen Leben beglückwünschen. Fazit: wir essen alle Tierkinder

Bild-Quelle: https://vebu.de/tiere-umwelt/massentierhaltung-ausbeutung-von-tieren/nutztiere-reduktion-natuerliche-lebenserwartung/
Wenn uns der Gedanke, wie Lebewesen gehalten und gezüchtet werden, traurig macht, dann kann man das natürlich ansprechen und auf das System schimpfen. Wir können von der Politik verlangen etwas zu ändern, Fleisch doppelt und dreifach zu besteuern und Bauern anders zu unterstützen, damit artgerechte Haltung wieder lohnenswert wird – oder man kann auch eigenverantwortlich handeln und nicht mehr mitmachen.

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