VEGAN 2- WAS KANN MAN JETZT NOCH ESSEN?

VEGANE ERNÄHRUNG- DAS EXPERIMENT
TEIL 2

Wir stellten uns mal wieder die Frage, wenn man alleine nicht das große Ganze ändern kann, was können wir im Kleinen tun, um nicht bei allem, was uns sauer aufstößt, mitspielen zu müssen. Daraus entstand die Idee, vier Wochen lang ein Experiment zu starten: Vegan vs. Omnivore

Ich teile in vier Kapiteln meine vegane Erfahrung mit euch.

” ‚Also ich könnte das ja nicht.‘ – Dachte ich auch bevor ichs gemacht hab.“

Ein Blick in die Vorratskammer verriet mir, dass es bereits nicht ganz so schlecht aussah; doch ein paar Sachen mussten noch aufgestockt werden.

Es gibt zwar die Möglichkeit sich mit Spagetti und Tomatensoße vegan zu ernähren aber das war ja nicht Ziel des Experiments. Für die gesunde Abwechslung mussten neue Protein, Calcium und Fett-Quellen gefunden werden.

Zu Beginn wollten wir vergleichen, insbesondere was den preislichen Unterschied anbelangte. Grundsätzlich müsste man meinen, eine rein pflanzliche Ernährung wäre günstiger als der Zukauf von Fleisch und Käse. Je nachdem wo und wie man einkauft kommt man letztendlich 0 auf 0 raus.

Viele Ersatzprodukte sind in etwa gleichzusetzen mit qualitativen, tierischen Produkten, es sei denn, der Einkauf findet im Discounter statt – dann zahle ich für ein Stück Tofu mehr, als für ein Stück Fleischwurst…

Generell war die Umstellung vom Vegetarier zum Veganer nicht ganz so schwer, galt es „nur“ noch auf Milch und Ei zu verzichten.

Eine kleine Auflistung meiner Alternativen:

Butter -> Alsana Bio-Margarine (im Vergleich zu anderen Margarinen weniger Plastik und bessere Öle)

Milch -> Hafermilch (ich wollte den Sojakonsum einschränken, Hafermilch ist ungezuckert und schmeckt mir am besten)

Käse -> Analogkäse auf Mandelbasis, Pizzakäse auf Basis von Pflanzenölen und/oder Bierhefe

Fleisch -> Seitan oder Tofu, Gemüse entsprechend zubereitet

Ei -> zum Backen oder für Pfannkuchen verwende ich jetzt einfach mehr Backpulver oder Sprudel, für Rührei Kichererbsenmehl und Salmak Salz

 

Proteinbomben

Soja (Tofu), Kichererbsen, Bohnen, Linsen, Brokkoli, Erbsen, Quinoa, Kartoffeln, Hafer, Nüsse

 

Fette

Omega 3 Fettsäuren: Rapsöl, Leinöl, Walnussöl
Mit sechs Walnüssen deckst du bereits den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren.

Einfach ungesättigte Fettsäuren: Olivenöl

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Sonnenblumenöl, Sojaöl, Sesamöl

Gesättigte Fettsäuren: Kokosfett, Palmfett, Kakaobutter

 

Kohlenhydrate

Getreide aller Art, Kartoffeln, Hülsenfrüchte

Und natürlich die bunte Welt der Gemüse, Früchte und Kräuter… Mit allen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen für ein gesundes Leben.

 

Zu Beginn kamen noch mehr Ersatzprodukte auf den Tisch. Ich hatte immer das Gefühl, ich habe zu wenig Auswahl, aber mit der Zeit vergeht auch das. Analogkäse kommt immer seltener, und Vleisch-Convenience noch weniger, auf den Tisch – da muss die Lust schon sehr groß sein. Es ist ein bisschen wie mit allen Veränderungen, sei es Konsumverzicht, nachhaltig leben oder eben beim Essen: man wächst langsam rein und wird mit der Zeit immer bescheidener.

Gib mir Hummus und eine Zucchini und ich bin erstmal glücklich. Schwierig wird es nur bei Keksen 😉


1 Kommentare

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