VEGAN 3- VEGANER SELBSTBETRUG – ES IST NICHT ALLES BESSER

VEGANE ERNÄHRUNG- DAS EXPERIMENT
TEIL 3

Wir stellten uns mal wieder die Frage, wenn man alleine nicht das große Ganze ändern kann, was können wir im Kleinen tun, um nicht bei allem, was uns sauer aufstößt, mitspielen zu müssen. Daraus entstand die Idee, vier Wochen lang ein Experiment zu starten: Vegan vs. Omnivore

Ich teile in vier Kapiteln meine vegane Erfahrung mit euch.

Ich habe es in Teil 2 schon angesprochen: man kann sich so oder so vegan ernähren.

Mit der Zeit  stolpert man über Chia, Kokosöl, Avocados, Gooji-Beeren, vegane Wurst, Käse auf Pflanzenöl-Basis, die ganze Welt der Sojaprodukte und eben auf viele andere Ersatzprodukte und Superfoods. Mal abgesehen vom Preis, stellt sich noch die Frage nach der Nachhaltigkeit und gesundheitlichem Wert.

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Beispiel Avocado:

Mit ungesättigten Fettsäuren, Vitamin A, B, C, E, Eisen, Kalium, Zink, wichtigen Aminosäuren und vielem mehr ist die Avocado die Superfrucht schlechthin.

Allerdings wird für die Herstellung einer Avocado je nach Region im Schnitt 70 bis 300 Liter Wasser benötigt und das in Anbaugebieten, die mit Wasserknappheit zu kämpfen haben. Zusätzlich reist die Beere um die halbe Welt, bis sie im heimischen Supermarkt landet. Ökologisch gesehen also, wie manch anderes Superfood aus Übersee, eher ein Reinfall und sollte als Ausnahme angesehen werden, zumal wir auch gehaltvolle regionale Alternativen haben:

  • Leinsamen
  • Johannisbeere, Blaubeere, Hagebutten
  • Grünkohl und Brokkoli
  • Hanfsamen
  • Spinat und Rote Beete
  • Wildkräuter
  • Walnüsse

Beispiel vegane Ersatzprodukte:

Eine Frage, die man als Vegetarier oder Veganer oft zu hören bekommt: „Warum muss das denn so aussehen und schmecken wie Fleisch? Dann kannst du doch gleich Fleisch essen oder bleib doch beim Gemüse“. Nein. Es gibt Menschen, die aus ethischen Gründen tierische Produkte ablehnen und nicht, weil ihnen das Schnitzel noch nie geschmeckt hat. Für diese Menschen ist das eine gute Alternative und nicht heuchlerisch. Warum auch?

Ich sehe diese Produkte eher aus einer anderen Sicht kritisch: es ist schlicht und einfach Fertigessen und unterscheidet sich im Nährwert nicht besonders von konventioneller TK-Lasagne. In beidem befinden sich zu viel Salz, zu viel Fett, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Verdickungsmittel, Farbstoffe und, und, und. Vegan heißt also nicht automatisch gesund.

Übrigens: Tofu an sich ist kein Ersatzprodukt für Fleisch, sondern ein eigenes Nahrungsmittel.

Auf youtube kann man Stunden mit Videos selbsternannter Veganpäpste zubringen,  die dir erklären warum und wie du dich vegan ernährst. Ein großer Name ist beispielsweise der Amerikaner Gary Yourofsky. Was mich allerdings wahnsinnig enttäuscht hat war, dass viel mit Ethik und Gesundheit argumentiert wird und dann als Alternative die besten veganen Convenience-Ersatzprodukte vorgestellt werden. Leute, lernt wieder kochen und schmecken!

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