VITAMIN D3 UND DIE INNERE SONNE

November. Der Herbst hat endgültig Einzug gehalten, an manchen Tagen hat man das Gefühl, es wird gar nicht hell und um 18.00 Uhr ist es bereits zappenduster.  Das Wetter lädt nicht unbedingt dazu ein, an die frische Luft zu gehen und das Ganze dauert nun wohl bis März. Man kann nur auf ein paar schöne Wintertage hoffen.

Spätestens Anfang Januar ist bei mir der Tiefpunkt erreicht: müde, lustlos und die Gelenke schmerzen. Aber warum ist das so? Mein Vitamin D Speicher neigt sich dem Ende zu und wenn man bedenkt, dass laut einer Studie 80-90 % der Deutschen unter eine Unterversorgung dieses „Gesundheitsvitamins“ leiden 1, bin ich da in guter Gesellschaft.

 

Was ist Vitamin D?

Vitamin D3 ist ein fettlösliches Vitamin, das unser Körper mittles Sonnenlicht selbst herstellen kann. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Sonne ungefiltert auf unsere Haut trifft, sprich ohne Sonnencreme und nicht durch Glas oder ähnliches.

Ein bisschen davon steckt auch in tierischen Lebensmittel – insbesondere im Fisch, aber um den Bedarf zu decken, müsste man schon ein sehr großer Fischliebhaber sein oder jeden Tag ein Gläschen Lebertran trinken.

Vitamin D2 steckt in pflanzlichen Lebensmitteln, reicht aber von der Verwertung und der Langzeitwirkung kaum an das D3 ran.

Ab und zu liest man auch von dem Hormon Vitamin D. Das liegt daran, dass das eigentliche Vitamin ein paar Prozesse im Körper durchläuft, bis es zu eine Hormon namens  Calcitriol  umgewandelt wird – der eigentlich wirksame Stoff.

 

Symptome Vitamin D3 Mangel

Vitamin D speichert sich in den Fettdepots unseres Körpers (Normalgewicht). Das heißt, wer im Sommer gut getankt hat und jeden Tag circa 20 Minuten ungeschützt in der Sonne lag, kann im Herbst/Winter davon profitieren. Irgendwann schwindet aber jeder Vorrat und das kann sich so auswirken:

  • Kontentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Depression
  • Kopfschmerzen
  • Osteoprorose
  • Rachitis
  • Infektanfälligkeit
  • Immunschwäche
  • Diabetes Mellitus
  • Muskelschwäche
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • Krämpfe
  • Schmerzen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Depressionen
  • Multiple Sklerose
  • Demenz

 

Vitamin D3 und seine wunderbaren Kräfte

Betrachtet man die Liste, kann man im Umkehrschluss viele Krankheiten auf unter anderem auch auf einen Vitamin D-Mangel rückführen. Wir in Europa sind leider unterversorgt – selbst im Sommer und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass das ganz im Sinn mancher Interessengruppen ist:

  • Hautärzte bekommen einen schieren Herzinfarkt, wenn wir nur 5 Minuten ohne LSF 30 in der Sonne sitzen
  • Verdunklung des Himmels durch sogenannte „Kondensstreifen“
  • Kurze Sommer und geringe UV-Strahlung in unseren Breitengraden
  • Niedrig dosierte Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel
  • Hat dich ein Arzt schon mal auf einen Vitamin D Mangel hin untersucht oder das in Betracht gezogen?

Solange man keine Steuer auf Sonnenlicht erheben kann, wird das wohl auch so bleiben.

 

Studien haben gezeigt, dass bei einer Einnahme von 400-1100 IE/Tag innerhalb von 2-7 Jahren die Sterblichkeit bei Krebspatienten um 15 % abnahm und das Krebswachstum reduzieren kann. 2

Ein normaler Vitamin D-Spiegel  vermindert die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt um bis zu 81 % 2

 

Vitamin D3 zuführen

Im Sommer ganz einfach: Sonne tanken. Hierbei sollte die Sonne recht hoch stehen und so viel Haut wie möglich zeigen. Da das nur richtig gut ohne Sonnencreme funktioniert, sollte man seinem Hauttyp entsprechend handeln.

Im Winter steht die Sonne fast zu tief um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Ein Urlaub am Meer oder in den Bergen wäre eine Möglichkeit oder die Zuführung von Vitamin D3 Nahrungsergänzungsmitteln. Oftmals werden diese zusammen mit Vitamin K2 angeboten.

 

Zur Auffüllung des Speichers kann zu Beginn etwas mehr eingenommen werden, später kann die Dosis auf 400 IE reduziert werden.

Eine Überdosierung ist trotzdem zu vermeiden, denn es kann zu einer übermäßigen Aufnahme von Calcium kommen, was wiederum Nebenwirkungen  mit sich zieht.

Eine gute Beschreibung zur Dosierung findet sich hier.

 

Ganzheitlich – mit der inneren Sonne arbeiten

Eine weitere Möglichkeit die Lebensgeister in diesen dunklen Monaten aufrecht zu halten, ist die Arbeit mit der inneren Sonne, die im Bereich des Solar Plexus liegt, dem Nervengeflecht unterhalb des Brustbeins.

Wer gerne meditiert, kann sich hier eine kleine orange leuchtende Kugel visualisieren, die von dort ein warmes goldenes Licht in jede einzelne Zelle des Körpers fließen lässt. Dabei ist es nicht wichtig, das bildlich zu sehen, sondern eher zu fühlen.

Eine Auflösung von inneren Blockaden in diesem Bereich kann auch stimmungserhellend wirken. Unterschätzt die Wirkung der eigenen Gedanken nicht 😉

Zusätzlich hilft auch ab und zu eine Massage mit im Sommer angesetztem Johanniskrautöl.

Neben den üblichen Anwendungsgebieten wie Verbrennungen, Neurodermitis und Muskelschmerzen, wirkt Johannsikraut auch antidepressiv und wärmend.
Der Legende nach soll die Pflanze im Sommer die Sonne in ihren gelben Blüten speichern und diese im Winter wieder abgeben. Daher sollte man sie nur zur Mittagszeit pflücken, wenn die Sonne am höchsten steht.

Wer damit allerdings nicht so viel anfangen kann, dem möchte ich trotzdem raten, bis zum Frühjahr auf Rohkost, kalte Milch und andere kalte Getränke zu verzichten, scharfes und süßes gegenüber saurem zu bevorzugen und für warme Füße zu sorgen.

 

 

1 Kipshoven, Christoph. Querschnittsstudie zur Abschätzung des Vitamin-D-Status in der Bevölkerung in Deutschland (DEVID-Studie). Diss. Köln, Univ., Diss., 2010, 2010.

2 https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-d-ia.html

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